Über den hohen Atlas in den Süden

Wir verlassen Marrakech am frühen Morgen, um in Richtung Süden fahren zu können. Ganz so früh waren wir allerdings nicht unterwegs. Wir haben verschlafen und so fahren wir erst in 0900 Uhr ab. Es geht zuerst entlang einiger Palmenhaine, bis es schliesslich so langsam ansteigt. Wir steuern den Tikka n’Tichka-Pass mit rund 2’260 MüM an. Er bringt uns schliesslich durch das Atlas-Gebirge mit den über 4’000m hohen Bergspitzen. Schnee liegt keiner mehr, aber in anderen Jahren wäre dies grundsätzlich zu dieser Jahreszeit möglich gewesen. Der Jahresanfang war allerdings sehr trocken, insofern liegt da jetzt kein Schnee mehr. Wir geniessen den vielfältigen Vegetationswechsel und machen bei einem Berber-Restaurant kurze Rast. Ein bisschen Tee und Café au Lait sowie eine Tajine für alle… Das muss einfach sein.

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Und nach einigen Stunden haben wir den Pass erklungen. Die Vegetation wird braun-rötlich, die Steppe nicht zu und die Oasen sind mit den Palmen sehr gut zu erkennen. Wir haben Südmarokko erreicht. Als erster Höhepunkt gehen wir Ait-Ben-Haddou besichtigen. Die grosse Lehmburg ist in verschiedenen Filmen bereits zum Einsatz gekommen. Eine private Initative der noch 10 Familien, die im alten Stadtteil wohnen sorgt dafür, dass mit den Mitteln aus Führungen und Besichtigungen die notwendigen Unterhaltsarbeiten gemacht werden, um dieses schöne Monument auch für die Zukunft aufrecht zu erhalten.

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Aber das ist noch nicht genug. Obwohl die Sonne schon ziemlich tief steht, soll es nun noch weitergehen. Wir fahren durch das Draa-Tal. Hierzu erklingen wir nochmals einen Pass (über den mittleren Atlas), welcher uns in das Quellgebiet des Draa (längster Fluss von Marokko) bringt. Wir laden unterwegs noch einen liegengebliebenen Marokkaner auf und dieser bringt uns aus Dankbarkeit in seinen Teppichladen. Jaja…. Alte Nummer, ich weiss…. Aber wir haben jetzt zwei wirklich echte Tourag-Schals, welche Sonne, Mücken und andere Katastrophen abhalten 🙂

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Das Draa Tal ist ein riesengrosser Palmenhain, umsäumt von roten, sandigen Felsen. Wir fahren bis Zagora, der letzten grösseren Stadt im Süden vor der Wüste und geniessen Camping-Luxus pur im Camping Oasis Palmier. Kaum hingefahren haben wir schon einen Teppich vor der Autotür (leider keinen fliegenden Teppich) und einen Tee auf dem Tisch. So sollte es immer sein 🙂

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